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Allgemeines rund um Bimetallmünzen

Bimetallmünzen sind Münzen, die aus zwei verschiedenen Materialien geprägt wurden. Dabei wird der Aussenring (Ring) und der Innenkreis (Pille) kurz vor der Prägung zusammen- geführt. Eine der ersten Bimetallmünzen war 1982 die 500 Lire Münze aus Italien der im selben Jahr noch eine 500 Lire-Münze in San Marino und Vatikan folgte.

Besonders durch die farbliche Attraktivität und Einführung der 1 und 2 Euro Bimetallmünzen in Europa gewinnt das Sammelgebiet „BiMetallMünzen“ immer mehr an Beliebtheit.

Bimetallmünze BimetallmünzeBimetallmünzeBimetallmünze
(Beispiele für schöne Bimetallmünzen von den Kapverdischen Inseln, aus Israel, Argentinien und Saudi Arabien)

In der Datenbank wird nach „unedlem Bimetall“ (beide Metalle sind keine Edelmetalle) und „edlem Bimetall“ (mindestens ein Metall ist „edel“ meistens sogar beide) unterschieden.

Eine "Bimetallmünze" oder "Duplex-Münze" ist eine Münze, die aus zwei verschiedenen, voneinander getrennten Metallen oder Legierungen besteht. Meistens sind solche Münzen aus einem runden Kernstück des einen Materials und einem umgebenden Ring des anderen Materials zusammengesetzt.

Nicht verwechselt werden darf diese Münzen mit Münzen aus Monometall, die teilweise mit einen anderen Metall oder mit Farbe beschichtet sind.

Münzen, die zwar aus mehreren Metallen bestehen, die aber lediglich als einheitliche Legierung vorkommen, werden nicht als Bimetallmünzen bezeichnet. Ein Grund für die Herstellung solcher Duplex-Münzen ist die höhere Fälschungssicherheit, gegenüber normalen Münzen.


Herstellung und Technik

Bei der Herstellung werden zuerst Zentrum und Ring als Rohlinge gefertigt, anschließend wird die Randschrift auf die Ringkante geprägt. Dann werden Ring und Zentrum ineinander gesetzt und erst im letzten Arbeitsschritt wird der Rohling mit dem Münzbild beprägt und somit zur Münze. Da die Produktion von Duplex-Münzen aufwändiger ist als die von normalen Münzen, ist sie auch teurer.

Im Gegensatz zu Thermobimetallen ist bei Bimetallmünzen eine Verformung bei Temperaturveränderungen unerwünscht. Die verwendeten Materialien müssen daher identische oder zumindest ähnliche Längenausdehnungkoeffizienten haben. Dieses kann durch die Verwendung von entsprechend zusammengesetzten Legierungen erreicht werden.

Bei Duplex-Münzen niederer Qualität kann es passieren, dass das Zentrum verrutscht oder aus dem Ring herausfällt, dies passiert besonders bei großen Temperaturschwankungen. Würde man einen Euro in heißem Wasser erhitzen, könnte man diesen Effekt auch beobachten, da die Metalle sich unterschiedlich ausdehnen. Duplex-Münzen mit verrutschten Zentren erzielen – sofern die Fehler prägungsbedingt sind – hohe Sammlerpreise. Landet ein Euro mit verrutschtem Zentrum jedoch „einfach so“ im Portemonnaie ist er jedoch nichts besonderes, da sich dieser Effekt mit einfachen Hilfsmitteln vielfach durchführen lässt.


Geschichte

Erstmals kamen Duplex-Münzen in den 1980er Jahren auf. Bekannt sind zum Beispiel die italienischen 500 Lira-Stücken, die aus einem Duplex bestanden und zwischen 1982 und 2001 gefertigt wurden. Seit 2001 erreichten Duplex-Münzen große Bekanntheit, da die 1- und 2-Euro-Stücken ebenfalls auf diese Art gefertigt werden.

Bei den 1-Euro-Stücken besteht der Ring aus golden glänzendem Nickel-Messing und das Zentrum aus silbern glänzendem Nickel. Beim 2-Euro-Stück ist es genau umgekehrt. Ebenfalls nach dem Duplex-Prinzip werden beispielsweise die 2- und 5-Zloty-Stücken in Polen gefertigt.

In den frühen 1990er-Jahren wurden in Russland einige Münztypen geprägt, die zwar äußerlich wie ein Duplex aussehen, aber kein Duplex sind. Sie wurden mit einem Stahlkern produziert, der auf der Ringfläche mit Nickel und auf der Zentrumsfläche mit Messing beschichtet wurde. Da sie nicht aus zwei verschiedenen Rohlingteilen bestehen, sind sie jedoch keine Duplex-Münzen.

Quelle: eigene Recherche, Wikipedia

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